Ein Monat - ein Buch

Januar 2001: Janusz Meissner – Die Abenteuer des Jan Kuna, genannt Marten

Um dieses dicke Buch mit rotem Leineneinband bin ich in der Kinderbücherei lange herumgeschlichen, denn es interessierte mich sehr, aber ich wollte es mir eine Weile aufsparen, bis ich es schließlich im Januar 2001 auslieh. Es ist ein spannender, klassisch erzählter Piratenroman, genau das richtige für jugendliche Leseratten, die sich für Geschichte und Abenteuer interessieren. Der Autor schreibt über den Freibeuter Jan Kuna, eine Art polnischer Klaus Störtebecker, der aus Danzig stammte und in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts lebte. Mit seinem Schiff, der Zephir war er auf allen Weltmeeren unterwegs und gefürchtet, bevor er am Ende, wie das so geht mit Piraten, auf dem Schafott landete. Trotz des Eindrucks bei der Lektüre, es könnte sich um eine historische Person handeln, ist dem nicht so, aber Meissner lässt seinen Helden auf berühmte Zeitgenossen treffen. So erhält der Kapitän sein Piratenpatent von Elizabeth I (während seiner Zeit in England nimmt er den im Titel erwähnten Namen Marten an) und trifft gleich am Anfang des Romans auf Sir Francis Drake – einen meiner absoluten Lieblinge der Weltgeschichte, sodass mich der Autor schon auf den ersten Seiten für seine Geschichte einnahm.

Quelle: http://www.detlef-heinsohn.de/buecher-seefahrt.htm

Die Illustrationen von Günter Lück waren auch sehr hübsch

Der Roman ist in drei Teile gegliedert: „Die schwarze Flagge“, „Die roten Kreuze“ und „Das grüne Tor“. Obwohl ich das Buch seinerzeit sehr geliebt habe, muss ich allerdings gestehen, dass ich nach der langen Zeit (zwölf Jahre sind eine lange Zeit, wenn man noch jung ist!) detailliertere Handlungsstränge vergessen habe. Ich erinnere mich jedoch an eine Südseeschönheit, die an Jan ihr Herz verlor und dann immer am Strand saß und auf ihn wartete. Bei meiner Internetrecherche bin ich überraschend auf ein PDF-Dokument gestoßen, offenbar ein Scan des gesamten ersten Teils „Die schwarze Flagge“. Wer also Zeit und Muße hat und keine Angst vor halblegalen russischen Seiten, sollte ruhig mal reinlesen und auf den Geschmack kommen. Die Ausgabe ist wahrscheinlich identisch mit der meinen (Militärverlag der Deutschen Demokratischen Republik), doch klebte auf dem Deckel noch ein Teil des Schutzumschlags, wie das in Büchereien oft so gehandhabt wird. Jahre später sah ich den Band dann in einem Regal mit Büchern, die aussortiert und zum Verkauf angeboten wurden. Ich wollte ihn mir eigentlich mal eben so mitnehmen, leider war er beim nächsten Bibliotheksbesuch plötzlich nicht mehr da und so ging er mir vorerst durch die Lappen. Aber auf Ebay und Co. schwirren noch einige Ausgaben herum und so könnte es sein, dass ich eines Tages wieder atemlos die Abenteuer des Jan Kuna, genannt Marten verfolge.

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2 Kommentare zu “Januar 2001: Janusz Meissner – Die Abenteuer des Jan Kuna, genannt Marten

  1. Hollo, kann mir jemand helfen?
    Beim Umräumen bin ich auf meine alte Bücherkiste gestoßen. Da fielen mir wieder die Bücher von Janusz Meissner in die Hand vom Militärverlag Berlin 1969. Leider fehlt mir der erste Band der Trilogie über Jan Kuna. Wo bekomme ich den 1. Teil der Trilogie?

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